Naja, angefangen haben wohl viele ähnlich...
Ich hockte mit meinem 5 Jährigen Neffen bei meiner Mutter und er schaute isich alte Bilder an. Dann kam er an und wollte wissen wer der alte Mann auf dem Bild sei. Tja, keine Ahnung, den kannte ich auch nicht. Also Mutter fragen. War mein Urgroßvater... Ahaaa
Nunja, dann wurde ich neugierig. Als ich 2 Std. später heim gekommen bin, hatte ich 3 Blatt Papier vollgeschrieben mit Namen und diese mit Linien verbunden.
Mein erster Gedanke war, das ich eine Software brauche. Da bin ich bei AB gelandet. Also alles was ich schon hatte, die meisten Lebensdaten waren noch nicht da, habe ich dann reingehackt...
Der nächste Schritt war dann alle Verwandten, die ich selbst auch kannte anzurufen und die auszufragen. Endete damit das ich dann briefe verschickt habe. Nun war ich schon eine Ecke weiter, und aus den 35 Personen die meine Mutter mir gab, waren schon 115 geworden. Aber ich hatte ja noch 20 briefe zu schreiben, an die Leute des ersten Schwungs. Als das dann auch gemacht war, hatte ich 177 Personen.
Dann folgte wochenlanges suchen nach den Anschriften dieser Personen, 60 lebten ja noch... Also habe ich dann 60 briefe verschickt.
Komisch wenn man sich der eigenen, noch relativ nahen Verwandschaft vorstellen muss, und erklärt über welche Ecken man verwandt ist.
Mittlerweile war ich bei über 250 personen angelangt.
Ich fing also an alle Standesämter anzuschreiben. Das wqaren glaube ich 12. Es ging dabei um Anfragen über 46 Personen.
Von einer StA-mitarbeiterin, bekam ich die Adresse eines bekannten Ahnenforschers im Sauerland. Diesen rief ich dann an. Und wer war das? Als er meinen Nachnamen hörte fragte er gleich ob meine Mutter Annemarie aus Herscheid wäre... Klar, sie war es. Die beiden waren als Kinder zusammen im Kirchenchor

So ein Glück aber auch.
Als mir der Forscherkollege dann alles mögliche an Daten sendete, die für mich relevant waren, erstmal relevant, hatte ich plötzlich 900 Personen.
Die folgenden Wochen war ich dann mit den Personen und AB beschäftigt...
Mit der Zeit lernte ich noch andere Forscher aus diesem Gebiet kennen, was meinen Datenbestand um einiges steigerte...
Bis hierher, war meine Forschung noch recht einfach.
Hatte bis dahin noch keine Seite Kirchenbuch gesehen.
Nun folgte der beschwerliche Teil der Forschung. Meine Mutterseite war also schon so gut wie erforscht, aber meine Vaterseite eigentlich garnicht.
Das war dann richtig Arbeit, Kirchen ausfindig machen, anschreiben, auf Daten warten. Oder hinfahren und selber suchen usw. Kann sich ja jeder denken...
Mittlerweile, mache ich es anders. 1-2 Wochen im Jahr, fahre ich in die Gegend, wo ich Forschen will, das war 2005 Girkhausen im Siegerland. Dort suche ich dann was möglich ist und werte das ganze dann zuhause aus. Ist meist genug Arbeit bis zum nächsten Urlaub