Hallo Peter,
ich stehe in vielfacher Hinsicht auf dem Schlauch. Ich verstehe, dass du die einzelnen Lebensabschnitte von Catharina im Programm nachvollziehen willst. Aber das funktioniert ja ganz grundsätzlich nicht, wenn man in Anlehnung an den GEDCOM-Standard arbeitet - und das tut Ahnenblatt in Version 3 noch stärker als in 2.
"Name" und "Ehename" sind keine Ereignisse, sondern Fakten, können also nicht einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitraum zugeschrieben werden. Ist ärgerlich, ist aber so. Bei Ehenamen ist das ziemlich unproblematisch, weil man das Datum der Eheschließung ja automatisch kennt. Bei Auswanderung oder Künstlernamen wäre es wesentlich wünschenswerter, wenn man wüsste, ab wann jemand sich so genannt hat.
Ich habe mir angewöhnt, nur in Sonderfällen und bei lebnden Personen einen "Ehenamen" einzutragen. Wozu braucht man den? Personen lassen sich in der Genealogie wesentlich besser durch ihren Geburtsnamen identifizieren - bei Adoption wäre es evtl. noch wichtig einen zweiten Namen einzuführen.
Wieso kommst du aber zu der Aussage, dass AB nun zweierlei Catharinas kennt? Du hast doch nur eine eingegeben, und die hat eine eindeutige interne ID. Und aus meiner Sicht ist sie als Catharina Kur am besten identifizierbar.
Legnarot hat geschrieben:Beim Thema Ehename tritt folgendes Problem auf,
zum Beispiel:
1. Catharina Kur heiratet 1837 einen Andreas Musa
...
2. der 1. Ehemann Andreas Musa verstirbt
3. Catharina heiratet ein zweites Mal den Johann Angel,
im Kirchenbuch ist zu lesen:
Heirat Johann Angel mit Catharina Musa (Witwe)
(Catharina behält ihren verwitweten Namen Musa)
In AB 3.0 wir der Name Catharina Angel geb. Kur eingetragen
Geburtsname: Kur
Vorname: Catharina
Ehename: Angel
Weil ja logischer weise mit der Heirat der Ehename nach Angel wechselt
Bedeutet das der verwitwete Ehename in der Datenbank nicht verwaltet werden, oder?
Erstens: Ahnenblatt hat keine Datenbank, sondern nimmt die Personen in eine Datei auf, ähnlich einer Textverarbeitung.
Zweitens: Man kann immer nur einen Ehenamen angeben - i.d.R. der letzte. Problematisch wird das allenfalls ...
Drittens: ... dadurch, dass der Ehename an unterschiedlichen Orten eingegeben werden kann und das auch unterschiedlichen Code in einer Gedcom-Datei ergibt (AB 3.0 hat den Anspruch, alle Arten von GEDCOM-Daten darstellbar zu machen - wenn es also zwei Orte für den Ehenamen gibt, bietet Ahnenblatt das ebenso an, ohne dass man es möglichst selbst wechselnd nutzt):
a) Im typlosen Standard-"Namen"-Fakt einer Person;
b) in einem zweiten zusätzlichen "Namen"-Fakt mit dem "Typ" "Ehename".
Viertens: Es ist ein bisschen blöd, dass in der Übersicht des Personeneditors zu einer Person (Liste der "Daten") zwar Vor- und Zuname, aber nicht der Ehename genannt werden, obwohl er eingetragen ist. Vermutlich kommt es so zustanden, dass deine Frau "Angel, geb. Angel" heißt, weil du sowohl beim "Namen (ohne alles)" unter "Ehenamen" als auch beim "Namen (Ehenamen)" diesen Namen eingetragen hast.
Hab ich schon geschrieben, dass man zwischenzeitliche Ehenamen am ehesten in die Notizen zum Namen schreiben kann?
Deine Aussage, dass Catharina um 1845 ihren ersten Ehenamen nicht abgelegt habe, als sie wieder heiratete, finde ich anachronistisch: Das Namensrecht war noch gar nicht so entwickelt, nur in wenigen Gegenden gab es schon standesamtliche Eintragungen bei der Kommune... Als der Pfarrer das ins Kirchenbuch geschrieben hat, wird er die gute Frau kaum gefragt haben, welchen Namen sie nach dem Tod des ersten Mannes denn genau führe - es ging nur darum, dass sie im Ort identifizierbar war.
Helfen die Hinweise?
Frido