Moin Hugo, moin allerseits,
mit Sprüchen a la
Isabelle kann ich auch aufwarten: Mother Baby, father may be. Glaubt mir, ich bin Betroffener und schreibe aus gelebter Erfahrung:
Zwei eheliche Cousins, eine uneheliche Cousine. Ein Onkel durfte als Angehöriger der Hitlermarine die Mutter nicht heiraten.
Eine eheliche Schwester, zwei außereheliche Geschwister. Vaterschaft anerkannt.
Zu guter letzt entpuppt sich die kinderlose -in "bescheidenen" Verhältnissenen lebende- Schwester meines Vaters als "wohlhabende" Erbtante.
Lebenslänglich Kalamitäten, Prozesse und Erbschaftsausaneinandersetzungen bis zum Erbrechen. Jeder mit jedem zerstritten. Und ich mit meinem einen Achtel Anteil mußte am Ende alles richten. Erledigt. Revision zum BGH nicht zugelassen. So viel war es auch wieder nicht. Aber so ist Familie!
Juristisch ist alles klar. Im deutschsprachigen Rechtsgebiet ist die Mutter eindeutig jene, die das Kind geboren hat (§1591BGB und §137ABGB). Vielleicht sollte Ahnenblatt bzw. Dirk Böttcher die Abkömmlinge grundsätzlich unter die Mutter hängen? Für unsere Ahnen würde es Sinn machen, der maternale Stammbaum! Nicht die paternale Ahnenforschung, mit Kuckuckskindern, wie man sie überall vorfindet.
Man muß das alles sauber ableiten und dokumentieren. Sonst kann man auch gleich in die Glaskugel blicken oder Kaffeesatz deuten. Und was sollen die Nachkommen darüber denken, was ihr Vorfahre da alles falsch berichtet und dokumentiert hat: Soooo 'n Schrott?! Heute wird doch mit moralischen Kategorien viel offener umgegangen.
Um dem ganzen Gedankengang noch die Krone aufzusetzen: Es gibt neuerdings auch noch Samenspende, Eispende, Ersatzmutterschaft, Leihmutterschaft, usw. ...
Mater semper certa est... Nur die Mutter ist sicher ... ???
Stimmt der alte römische Rechtsgrundsatz noch

Blutlinie, biologisch, genetisch
künftig wohl kaum noch.
